That’s Life Anew
WASHLET® and me
Taifun Okinawa

Während eines Taifuns auf Okinawa hatten wir irgendwann nur noch eine einzige Frage: Hat der Konbini noch geöffnet? 

 

Eigentlich eine absurde Frage. Die meisten Konbinis in Japan haben schließlich rund um die Uhr geöffnet. Doch während einer Ausnahmesituation wie einem Taifun war sie plötzlich völlig berechtigt. Solange die Antwort „Ja“ lautete, waren wir beruhigt. Denn dann konnte der Taifun noch nicht so schlimm sein.

 

Ich weiß noch, dass wir irgendwann darüber lachen mussten. Da waren wir auf einer Insel, über die gerade ein Taifun zog, und unser persönlicher Gradmesser für die Lage war ein Convenience Store. Rückblickend ist das natürlich nicht besonders sinnvoll. Trotzdem ist mir diese Situation bis heute im Gedächtnis geblieben.

Naha Conbini

Vielleicht auch, weil sie ziemlich gut beschreibt, was mich an Japan bis heute fasziniert. Das Gefühl, dass viele Dinge einfach funktionieren.

 

 

Der Konbini an der Straßenecke
 

Auf einem Roadtrip durch Japan hatte ich völlig falsch gepackt. Es war Dezember und in Tokio waren es maximal acht Grad. Für unseren Trip durch Kyushu landeten deshalb vor allem warme Sachen im Koffer. Dort angekommen stellte ich allerdings fest, dass uns 20 Grad und Sonnenschein erwarteten – und das sollte die nächsten Tage auch so bleiben. 

Konbini

Also hielten wir beim nächsten FamilyMart an und ich kaufte mir kurzerhand ein T-Shirt. Eigentlich war es nur als Notlösung gedacht. Heute hängt es immer noch in meinem Kleiderschrank. Und nicht nur das: Ich trage es sogar regelmäßig. Wer erwartet schon, sein neues Lieblings-T-Shirt in einem Convenience Store zu kaufen?

 

Später wurden Konbinis auf derselben Reise immer wieder zu spontanen Zwischenstopps. Wenn jemand auf Toilette musste. Wenn wir etwas trinken wollten. Oder einfach dann, wenn wir gerade etwas brauchten – seien es Socken, Snacks oder unser nächstes Mittagessen. Nach ein paar Tagen gehörten sie einfach zum Reisealltag dazu.

 

 

Die Sache mit den Zügen


Natürlich hatte ich vor meiner ersten Japanreise schon gehört, dass die japanische Bahn pünktlich sein soll. Trotzdem war ich überrascht, wie selbstverständlich diese Pünktlichkeit für mich irgendwann wurde. Was mich jedoch fast noch mehr beeindruckt hat, war alles, was damit zusammenhing.

Tokyo

Vielleicht hast du schon einmal Bilder von japanischen Bahnhöfen gesehen. Dort gibt es häufig Markierungen auf dem Boden, an denen sich die Fahrgäste anstellen, und Absperrungen an den Gleisen, die sich erst öffnen, wenn der Zug eingefahren ist.

 

Was mich fasziniert hat, war nicht das System an sich. Sondern, dass es tatsächlich funktionierte. Die Züge hielten dort, wo sie halten sollten. Die Türen öffneten sich an der richtigen Stelle. Die Menschen stiegen ein und aus. Und wenige Augenblicke später fuhr der Zug weiter. Nicht nur beim Shinkansen, sondern auch bei ganz normalen Regionalzügen. Irgendwann habe ich aufgehört, ständig auf die Uhr zu schauen. Nicht, weil mir die Zeit egal geworden wäre. Sondern weil ich mich darauf verlassen konnte, dass der Zug kommt, wenn er kommen und hält wo er halten soll.

Washlet in japan

Das WASHLET im Alltag

 

Mit Dusch-WCs ging es mir ganz ähnlich. Am Anfang wirkten sie auf mich wie Luxus. Etwas, das man eben ausprobiert, weil man gerade in Japan ist. Dass ich nach meiner Rückkehr meine Eltern davon überzeugen würde, sich ein WASHLET zuzulegen, hätte ich nach der ersten Nutzung allerdings nicht erwartet.

 

Je länger ich unterwegs war, desto weniger habe ich sie als besonderes Extra wahrgenommen. Irgendwann gehörten sie einfach dazu. Im Hotel. Im Kaufhaus. Am Bahnhof. Oder bei einer Toilettenpause im Konbini.

 

Erst im Nachhinein ist mir aufgefallen, wie schnell sie für mich zum Alltag gehörten.

Sina Schwambach

Was diese Dinge gemeinsam haben

 

Je länger ich darüber nachdenke, desto weniger faszinieren mich die einzelnen Dinge. Viel spannender finde ich die Idee dahinter: Verlässlichkeit. Der Konbini, wenn ein Taifun über Okinawa zieht. Das WASHLET, wenn es um Sauberkeit, Hygiene und Komfort im Alltag geht. Und die Züge, die jeden Tag aufs Neue zeigen, wie selbstverständlich Verlässlichkeit sein kann.

 

Vieles davon wirkt für sich genommen unspektakulär. Bis man sich daran gewöhnt und bemerkt, wie sehr man es nach der Rückkehr vermisst.

 

Leider kann ich weder die Pünktlichkeit der deutschen Bahn beeinflussen noch einen Konbini an der nächsten Straßenecke eröffnen. Ein kleines Stück japanische Verlässlichkeit konnte ich mir allerdings in Form eines WASHLET nach Hause holen. Und auf dieses Gefühl von Komfort und Sauberkeit möchte ich inzwischen nur ungern wieder verzichten.


Sina Schwambach
TOTO Europe
Online Marketing Agent

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