Die Ursprünge: Hygiene und Funktionalität
Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein waren Badezimmer ein Luxus, den sich nur Wohlhabende leisten konnten. Die Einrichtung eines eigenen Badezimmers war teuer: Fließend Wasser, ein eigener separater Raum und die teure Ausstattung mit Badewanne und Waschbecken aus Porzellan waren nur für einen Bruchteil der Bevölkerung bezahlbar. Der Großteil der Bevölkerung wusch sich in einer Schüssel, die mit Wasser aus einem Krug befüllt wurde. Für ein Bad kam üblicherweise eine einfache, verzinkte Wanne auf dem Küchenboden zum Einsatz. Da die Wanne mühsam von Hand gefüllt werden musste, wurde nur selten gebadet. Gab es im Haus keinen Zugang zu fließendem Wasser, wurde das Wasser aus einem Brunnen im Hof geholt und auf dem Herd erhitzt. Manche Mehrfamilienhäuser verfügten im Keller über eine gemeinsame Badewanne, die von allen Parteien des Hauses genutzt wurde.
In vielen Städten eröffneten in der Mitte des 19. Jahrhunderts immer mehr öffentliche Badeanstalten. Für wenig Geld konnte man hier nicht nur ein warmes Bad genießen, sondern auch Wäsche waschen.
Selbst im frühen 20. Jahrhundert verfügten nur wenige Wohnungen über ein eigenes Badezimmer. In Berlin waren es 1910 gerade einmal 14%.
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